Bohmter Erfolge in Berlin

Finalläufe und ein geglücktes Comeback

Erfolgreiche Deutsche Meisterschaften für TV01-Schwimmerinnen

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In der vergangenen Woche fanden im Berliner Schwimmstadion SSE die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen im Bereich des DBS statt. Am Start: Paralympics-Sieger, Medaillengewinner bei Welt-und Europameisterschaften – und mitten in diesem Qualifikationswettkampf für die Paralympics in Rio auch zwei Bohmter Schwimmerinnen, die 17jährige Johanna Heidemann und die 13jährige Annika Lekon, im DBS-Bereich am Start für den BSG Espelkamp.

Johanna hatte sich auf 5 Strecken qualifiziert und überzeugte bei allen Starts. Bestzeiten über 50m und 100m Freistil (0.39,09min bzw. 1.27,72min), belohnt mit Top-Ten-Platzierungen in der Jugend A, starke 3.52,52min über 200m Brust – und das war erst der Anfang. In ihrer Paradelage Brust qualifizierte sie sich sowohl über 50m als auch über 100m für das Jugend-B-bzw. C-Finale, wo sie bei starker nationaler und internationaler Konkurrenz in 0.48,73min bzw. 1.49,69min die Ränge 10 und 8 belegte.

Annika Lekon nutzte den Wettkampf in Berlin zu einem vielversprechenden Comeback. Nach fast sieben Monaten Trainings- und Wettkampfpause startete sie erst Ende April wieder mit leichtem Training. In Berlin startete sie aufgrund des Trainingsrückstandes in Absprache mit den Heimtrainern Till Gurran (TV01) und Horst Beneker (BSG) sowie mit dem Landestrainer Lukas Niedenzu nicht auf allen Strecken, auf denen sie die Qualifikationsnormen erfüllt hatte, sondern „nur“ auf 9 Strecken. Zwei Bestzeiten über 50m und 100m Freistil, Top-Ten-Platzierungen in der Jugend C über die kurzen Rücken- und Freistilstrecken – und auch das war erst der Anfang. Ihre Stärken spielte sie – überraschend bei dem Trainingsrückstand – auf den längeren Strecken aus: Platz 6 in der Jugend C über 200m Freistil in 3.21,29min mit der Qualifikation für das C-Finale, Platz 8 in 7.01,18min über 400m Freistil mit einer erneuten Final-Qualifikation – das Jugend-B-Finale beendete sie ebenfalls als 8. – und Platz 5 über 200m Lagen mit einer erneuten Qualifikation für das Jugend-B-Finale – auch ohne erneute Bestzeiten überzeugte Annika an allen 4 Wettkampftagen. Zudem schrammte sie mit der Landesstaffel über 4x100m Lagen nur um eine Sekunde an Bronze vorbei – die Nationalteams aus Japan, Polen und das Vereinsteam aus Potsdam erwiesen sich – noch – als  stärker. Als Belohnung erhielt Annika eine erneute Einladung zu einem Sichtungslehrgang des DBS mit Wettkampf in Neumünster. Anfang Juli wird sie sich mit den besten deutschen paralympischen Nachwuchsschwimmern auf den Weg in den hohen Norden machen. Die Leistungen beider Schwimmerinnen bestätigen die Trainer aus Espelkamp und Bohmte in ihrer Arbeit – wecken aber auch Erwartungen bei den anstehenden Wettkämpfen.