Tennis Vereinsmeisterschaften 2015

Vereinsmeister Titel 2015 geht an Frank Oevermann

Die Tennis Vereinsmeisterschaften der Herren starteten bereits Anfang Juni und erstreckten sich über einen Zeitraum von fast drei Monaten. Es wurde in zwei 6er Gruppen im Modus „Jeder gegen Jeden“ gespielt. Nach einigen umkämpften Matches und auch der ein oder anderen kleineren Überraschung, setzten sich am Ende dann aber doch die Favoriten durch und qualifizierten sich fürs Halbfinale.

Die Paarungen Moritz Oevermann gegen Frank Oevermann und Dierk Rosemann gegen Luca Oevermann wurden mit Spannung erwartet, schließlich trafen jeweils die beiden Top-Spieler der Herren- bzw. Herren 40 Mannschaft aufeinander. Das es keinen ausgemachten Favoriten gab, stellten die abschließenden drei Partien dann eindrucksvoll unter Beweis.

Im ersten Halbfinale kam Moritz deutlich besser ins Spiel. Agierte konstant auf hohem Niveau und konnte sich, auch durch die höhere Fehlerquote seines Gegners, den Satz klar mit 6:2 holen. Im Laufe des 2. Durchgangs kippte dann das Spiel. Frank wurde immer sicherer und konnte das Match ausgeglichen gestalten. Er behielt mit 7:5 in einer ganz engen Satzentscheidung die Nase vorne und konnte dem Spiel endgültig die Wende geben. Die Nummer 2 der Herren 40 spielte nun konstant gutes Tennis, wohingegen Moritz sein Anfangsniveau nicht halten konnte, mehr Fehler machte und den Verlust des zweiten Satzes nicht mehr aus dem Kopf bekam. Logische Konsequenz war dann das 6:3 für Frank Oevermann, der somit als erster Spieler das Finale erreichte.

Das 2. Halbfinale (im Vorjahr noch die Finalpaarung) sollte dann aber noch einen „draufsetzen“ und zum wahrscheinlich längsten Spiel der Vereinsmeisterschaftsgeschichte werden. Luca Oevermann und Dierk Rosemann lieferten sich von Beginn an einen tollen Schlagabtausch auf hohem Niveau. Beide agierten sehr konzentriert und schenkten sich nichts. Nachdem (fast) alle Spiele mehrfach „über Einstand“ gingen, fiel die Satzentscheidung erst im Tiebreak. Hier hatte Dierk das bessere Ende für sich. Den Schwung nahm er mit in den 2. Durchgang und ging schnell mit 3:0 in Führung, bevor Luca dann doch noch zurückkommen konnte. Vor allem seine bessere Fitness gab nun den Ausschlag. Dierk hatte immer weniger entgegen zu setzen, gab den Satz noch mit 4:6 ab und war bis zum 0:4 im letzten Satz praktisch chancenlos. Dann bekam der Titelverteidiger aber doch noch die „2. Luft“ und konnte zum 4:4 ausgleichen. Ab dann war es nur noch Nervensache und Kampf. Beide Spieler holten nochmal alles raus und mussten schließlich erneut in den Tiebreak. Diesmal hatte Luca die besseren Nerven und konnte nach einer Gesamtspielzeit von 3 ¾ Stunden (!!!) den Einzug ins Finale feiern.

Dieses stand dann unter keinem guten Stern. Der 1. Termin musste verschoben werden und auch die zweite Ansetzung fiel ins Wasser. Nach 5 absolvierten Spielen musste erneut abgebrochen werden. Quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit fand dann die Fortsetzung statt. Frank und Luca zeigten ein Match auf ordentlichem Niveau und mussten auch in dieser Partie über drei Sätze gehen. Aber im Gegensatz zur Vorschlussrunde wollte nur selten richtig Spannung aufkommen. Das Match verlief (in den jeweiligen Phasen) einfach zu einseitig, war geprägt von kurzen schnellen Ballwechseln und ließ hin und wieder die nötige Geduld bei den Akteuren vermissen. Den fortgesetzten 1. Satz konnte sich Frank knapp mit 6:4 holen, um danach völlig den Faden zu verlieren. Viel zu viele Fehler bedeuteten leichtes Spiel für den dann konstanteren Luca und ein schnelles 6:1. Genau umgekehrt lief dann der entscheidende 3. Satz. Diesmal leistete sich Luca die unnötigen Fehler und überließ seinem Gegner dadurch mehr und mehr die Spielkontrolle. Auch die umkämpften Spiele gingen an Frank, so dass am Ende ein etwas zu deutliches 6:1 auf der Anzeigetafel stand. Der Titel des Herren-Vereinsmeister 2015 geht also an Frank Oevermann (2. v.l.). Glückwunsch!